Diabetes – auch Zuckerkrankheit genannt

Was ist Diabetes?
DiabetesBei der Diabetes, oder auch Zuckerkrankheit genannt, wird zwischen zwei Typen unterschieden.

Diabetes mellitus (Typ 1)
In Deutschland leben ca. 250.000 Menschen mit Typ1 – Diabetes. Bei dieser Form von Diabetes hat das Immunsystem die Insulin bildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zu mehr als 80% zerstört. Insulin ist ein Hormon. Es hat mehrere Aufgaben im Stoffwechsel. Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin den Zuckergehalt im Blut zu kontrollieren. Unter 60 mg/dl sollte der Zuckergehalt nicht absinken, und nach dem essen auch nicht auf einen Wert von 120 mg/dl steigen. Ist mehr Zucker im Blut baut Insulin diesen ab. Dieser wird in Leber, Muskel und Fettzellen gespeichert. Misst dagegen die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) einen zu niedrigen Zuckerspiegel, tritt der Gegenspieler das Glukagon in Kraft. Glukagon veranlasst z.B. Zuckerreserven aus der Leber wieder abzubauen.

Diabetes mellitus (Typ2)
Der Typ2 tritt meist im Alter auf. Diese Form der Krankheit wird in der Anlage vererbt, Hier produzieren die Insulinzellen in der Bauchspeicheldrüse genügend Insulin, aber der Körper reagiert mit einer Insulinresistenz. Insulin ist zwar da, aber es wird nicht mehr genügend Zucker abgebaut. Die Bauchspeicheldrüse arbeitetet bei dieser Form von Diabetes wie verrückt bis sie irgendwann erschöpft ist. Produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr muss dem Diabetespatienten Insulin gespritzt werden.

Besonders tragisch für den Diabetespatienten sind die Spätfolgen der Erkrankungen. Diese lassen sich nur umgehen wenn der Zucker sehr gut eingestellt wurde. Insbesondere wichtig ist auch eine gute Blutdruckeinstellung. Die Einstellung des Blutdruckes sollte beim Diabetespatienten bei 120 / 80 liegen, weil ein Diabetiker mit einem hohen Blutdruck stark Schlaganfall und Herzinfarkt gefährdet ist. Das Risiko beim Diabetes – Patienten ist etwa fünf mal höher als das der Allgemeinbevölkerung.

Die Spätschäden eines Diabetespatienten sind erheblich:
Es können sich Schäden an den Augen (Retinopathie) bilden.

Die engsten Blutgefässe des Auges werden brüchig und bluten in die Netzhaut hinein. Neu gebildete Gefäße können in den Glaskörper des Auges hineinwuchern. Beides beeinträchtig das Sehvermögen enorm. Was letztendlich zu einer Blindheit führen kann. Weitere Schäden die sehr häufig auftreten können, sind z. B. Nierenschäden. Bei 20 bis 30 % der Diabetespatienten entwickelt sich ein solcher Nierenschaden. Weitere Schäden die beim Diabetespatienten auftreten können sind Schäden in den kleinen (Mikroangiopathie) und großen Blutgefäßen (Makroangiopathie).

In den kleinen Blutgefäßen verzuckern Körpereiweiße. Sie verändern sich in ihrer Funktionsfähigkeit. Der Zustand im Gewebe verändert sich. Besonders betroffen ist die Durchblutung. Dadurch kommt es beim Diabetespatienten zu den vorher genannten Störungen der Nieren und den Augen. Verändern sich die großen Blutgefässe, führen diese Gefäßschäden zu koronarer Herzkrankheit. Beim Diabetiker treten auch sehr oft Durchblutungsstörungen in den Beinen auf. Ein weiteres Problem für den Patienten sind Schäden an den Nerven (Neuropathie). Erste Anzeichen sind Ameisenlaufen, Kribbeln, Brennende Fußsohlen, Wadenkrämpfe, die sich später dann zu einer gefährlichen Gefühllosigkeit entwickeln können. Ein Problem, welches entstehen kann, ist dass man oberflächliche Verletzungen nicht mehr erkennt. Es können sich beim Diabetes – Patienten so leichte Verletzungen zu einem Geschwür entwickeln. Besonders anfällig sind hier die Füße.

Färben sich Teile des Fußes eines Diabetespatienten dunkel so ist ein Gangrän entstanden. Kommen zusätzlich noch schwere Durchblutungsstörungen hinzu ist oftmals eine Amputation unumgänglich.

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